Liebe Vereinsmitglieder!

Die rasante Ausbreitung des Corona-Virus entschleunigt die Welt und vieles, was vor einigen Wochen und auch Tagen noch selbstverständlich war, ist gegenwärtig unvorstellbar. Viele Fragen erreichen uns in dieser Zeit zum Angeln. Darf unter diesen Bedingungen noch geangelt werden?

Ja, solange das Angeln nicht explizit verboten ist, darf geangelt werden. Angeln ist eine gesunde Betätigung in der Natur und ermöglicht in Corona-Zeiten eine aktive Freizeitgestaltung und zusätzlich wird uns durch das Angeln ein hochwertiges und sehr gesundes Lebensmittel zugeführt. Natürlich sind beim Angeln alle vorgegebenen Leitlinien zum Schutz vor dem Corona-Virus einzuhalten.

Gemäß Artikel 1 der „Dritten Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona Verordnung“ §3 Abs. 1 vom 28.03.2020 ist „Der Aufenthalt im öffentlichem Raum nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Zu anderen Personen ist im öffentlichen Raum, wo immer möglich ein Mindestabstand von 1,5, besser 2 Metern einzuhalten“

Weitergehende Einschränkungen für das Angeln sieht die genannte Verordnung für Baden-Württemberg nicht vor. Insofern spricht innerhalb der genannten Regelungen grundsätzlich nichts gegen das Ausüben der Angelfischerei an der frischen Luft und der damit verbundenen notwendigen Tätigkeit zur Hege und Pflege der Anlage. Gleichwohl gilt es, die damit verbundenen Sozialkontakte auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren.

 
Für die Vorstandschaft
Corina Osswald
Schriftführerin

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Vorbereitsungslehrgang zur Fischerprüfung

Wir machen einen 3-tägigen Intensivkurs in Waldenbuch vom 06.-08.11.2020

nähere Informationen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter

Tel. 0172/9175030 ab 18.00 Uhr

 

 

 

 

Die Nase ist Fisch des Jahres 2020

                                Die Nase (Chondrostoma nasus) Foto: Rainer Kühnis

 

Fisch des Jahres 2020. Mit der Wahl dieser in Deutschland regional stark gefährdeten und lokal bereits verschwundenen Fischart machen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) auf eine bedrohte Fischart aufmerksam, die für Flüsse mit kiesigem bis felsigem Untergrund in der sogenannten Äschen- und Barbenregion typisch ist.

Die Nase war noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Fisch, der in schnell fließenden Gewässern sehr häufig vorkam, und auch „Brotfisch“ der Berufsfischer an der Donau genannt wurde. Heute sind Schwärme von hundert Fischen bereits eine Seltenheit. Weil die Laichhabitate entweder nicht mehr funktionsfähig sind oder aufgrund von Querbauwerken nicht mehr erreicht werden können, kann in geeigneten Gewässern der Besatz mit gezüchteten Jungtieren sinnvoll sein. Auch auf Verschmutzungen der Gewässer durch Schadstoffe sowie übermäßige Feinsedimenteinträge reagieren Nasen empfindlich.

„Um den Schutz der Nase zu verbessern, müssen Wanderhindernisse in den Flüssen abgebaut oder passierbar gemacht werden und naturnahe Ufer, Kies- und Schotterbänke wiederhergestellt werden. Dies fordert auch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie für unsere Flüsse. Nur wenn die ganze Vielfalt von Strukturen und Lebensräumen vorhanden und erreichbar ist, können sich die Fischbestände – nicht nur die der Nase – langfristig wieder erholen. Die Nase steht daher stellvertretend für die gesamte Fischartengemeinschaft“, erläutert Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz.

„Die typischen Fischarten wie Nasen und Barben sind sogenannte Weidegänger. Sie weiden die Algen am Gewässergrund ab und lagern den Gewässergrund um. Nasen und Barben leisten damit einen hohen Beitrag zur Selbstreinigungskraft der Gewässer. Wenn die typischen Fischarten in den Flüssen ihre ökologische Aufgabe nicht mehr erfüllen, verschlechtern sich die Wasserwerte und das Ökosystem droht zu kippen. Mit dem Rückgang der Nasen haben sich an einigen Flüssen die Wasserwerte dramatisch verschlechtert“, so Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Verbauung von Gewässern die wichtigste Ursache für den Rückgang der Nasenpopulationen ist. Die Schwärme erreichen keine geeigneten Laichplätze, sodass sie sich nicht mehr fortpflanzen und die Populationen überaltern. Angesichts der regional starken Bedrohung ist es dringend erforderlich, die Forderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie weiter zügig in Maßnahmen umzusetzen und die Gewässer wieder durchgängig zu machen und natürlicher zu gestalten.

Dass dies Erfolg haben kann und Nasenpopulationen sich erholen, zeigen die wenigen Beispiele, in denen ein Rückbau von Wehren stattgefunden und sich dadurch die Bestände wieder deutlich erholt haben. Die Nase kann daher als ein guter Indikator für den Erfolg von Renaturierungsmaßnahmen angesehen werden. 

Hintergrund
Die Nase kommt in Mitteleuropa nördlich der Alpen bis nach Osteuropa vor. Sie ist eine zu den karpfenartigen Fischen (Cyprinidae) gehörende Art, die in der Barben- und Äschenregion großer Ströme wie der Donau oder dem Rhein vorkommt. Sie wird bis zu 50 cm groß, kann Gewichte bis 2000 g erreichen, bleibt aber im Normalfall deutlich kleiner. Namensgebend ist die wulstige Oberlippe, mit denen die Nasen Algen vom Bodensubstrat abweiden und bodenlebende Kleintiere wie Insektenlarven oder Krebstierchen aufnehmen. Das Schuppenkleid ist silbrig, am Rücken etwas dunkler und bäuchlings heller gefärbt. Typisch ist das Aufblitzen des silbrigen Schuppenkleids bei der Nahrungsaufnahme, wenn sich die Nase seitlich wegdreht, um die Algen abzuziehen. Nasen leben natürlicherweise in Schwärmen von mehreren hundert Exemplaren.

Nasen laichen im Frühjahr von März bis Mai und unternehmen dabei Wanderungen von mehreren hundert Kilometern in den Fließgewässern. Laichplätze sind flach überströmte Bereiche in kleineren Seitenbächen. Hier werden 20.000 bis 100.000 ca. 1,5 mm große Eier/Weibchen in vorher geschlagene Laichgruben abgelegt. Die Larven leben zunächst im Kieslückensystem und ziehen dann als Planktonfresser an ruhigere Gewässerstellen. Das Schlagen der Laichgruben in den flachen Gewässern ist oftmals als deutliches, lautes Plätschern zu hören, vor allem dort, wo noch hunderte Nasen gleichzeitig laichen.

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes e.V. (DAFV), des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN):

 

Corina Osswald
Schriftführerin

 

 

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Der Verband hat ein neues Video vorgestellt.
zum anschauen hier anklicken

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