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Fischer sind die Naturschutzorganisation



Natur erfahren, Natur bewahren „Fischen – sich verantwortlich fühlen, den außergewöhnlichen, Lebensraum Wasser zu bewahren, zu erhalten und behutsam zu nutzen“ – In dem Maß, in dem das Ideal des Natur- und Umweltschutzes in das Denken und Handeln breiter Schichten der Bevölkerung eingedrungen ist, beginnt es – Schicksal jeder Massenbewegung – hier und da Auswüchse zu zeigen, die mit dem eigentlichen Ziel nichts mehr zu tun haben.

Bild Eisvogel
Eisvogel

Wie überall dort, wo eine im Prinzip wichtige und notwendige Erkenntnis Breitenwirkung erlangt, machen sich auch im Umweltschutz oftmals leider diejenigen breit, die durch blinden Eifer mangelnde Kenntnis ersetzen und die vor ihrer oft bestehenden Orientierungslosigkeit durch den Aufbau möglichst simpler Feindbilder ablenken wollen. Wie falsch diese Feindbilder sind, spielt dabei des Öfteren eine untergeordnete Rolle, es findet sich stets jemand, der sie „wissenschaftlich“ sowie wortreich bestätigt und so „liebgewonnene Vorurteile“ sich weiter verfestigen lässt. Ausgerechnet die Fischer müssen sich heute zum Teil Angriffen erwehren von Verbänden, Organisationen und Parteien, die den Schutz der Natur der Fischer nicht verstehen.

Zum Glück haben wir auch viele Freunde unter den Naturschutzverbänden und die Arbeit der Fischer – als „Naturschutzorganisation“ – wird erkannt und anerkannt. Es wird zwischenzeitlich registriert, dass wir sachkundige und zuverlässige Partner für Probleme rund um’s Gewässer sind und wenn es um’s Zupacken, um die Arbeit am Wasser geht, man mit den Fischern, wie schon immer, rechnen kann. Eine ausgeprägte, naturbezogene Jugendarbeit, die aktive Beteiligung durch praktische, revierbezogene Mitarbeit und der fischereilichen Aufgaben bei vielen Anlässen belegen, dass die Fischer ihre Tätigkeiten und Aufgaben breitgefächerter sehen, als im Allgemeinen angenommen. Mehr als je zuvor braucht die Natur am und rund um’s Wasser die behütende Hand des Fischers.

Bild Teichfrosch
Teichfrosch
Bild Zauneidechse
Zauneidechse

Die Artenerhaltung im freien Gewässer ist uns zu danken und keiner gesetzlichen Bestimmung. Kein Gesetz ist imstande, den Bürger in die Pflicht zu nehmen und Säuberungs-aktionen an Flüssen und Bächen oder Fischberge- und Kanalabschlägen zu verlangen, wie wir Fischer es praktizieren. Wir Fischer tun diese Dinge nicht, weil das Gesetz uns dazu verpflichtet, sondern weil es unser Revier ist, das wir aufbauen und gestalten, unser Gewässer, für das wir uns verantwortlich fühlen. Wir freuen uns an einem gesunden Fischbestand, wir nutzen und genießen die Natur wie jeder Bürger, die aber in der Regel nur wenig oder nichts für die Erhaltung der freilebenden Tiere leisten. Wir Fischer werden deshalb auch in Zukunft unterscheiden müssen zwischen diesen und jenen, die vor den Schutz von Natur und Tier die Abschaffung von Fischerei und Jagd stellen. Angelfischen ist behutsames Ernten. Ausgeplündert wird die Natur von vielen und anderen, die nichts dafür geben. Wer jedoch die Fischerei im Namen des Naturschutzes verbieten will, untersagt damit zugleich die gesamte, umfangreiche, wissenschaftlich wohl fundierte, ökologische Schutztätigkeit der Angelfischer an den Gewässern.

Wir Fischer werden auch weiterhin für saubere Flüsse, Bäche, Seen und natürliche Lebensbedingungen für unsere Fische im Wasser kämpfen. Wir wollen weiterhin für eine optimale und ökologisch ausgewogene Bewirtschaftung der Gewässer sorgen sowie den Naturschutz als ganzes, also den Erhalt von Luft, Wasser und Boden betreiben, um so uns allen eine Zukunft zu sichern. Der Verein will auch weiterhin Jung und Alt, Gesunden und Behinderten den Zugang zu den Gewässern und somit zur Natur ermöglichen. Wir Fischer treten in erster Linie für einen Lebensraum ein, der auch unsere eigene Lebensgrundlage darstellt:


DAS WASSER